Stationsgebäude bereits abgetragen

Seit der Sperre der Station Pilgramgasse am 4. Februar ist viel passiert. Das südliche Stationsgebäude und die Bahnsteige sind großteils bereits abgetragen. Die ersten vorbereitenden Arbeiten für die neue U2 unterhalb der U4-Gleise und des Wienflusses laufen auf Hochtouren. 

Der Bau des neuen U2xU4-Knotenpunktes macht intensive Arbeiten am Tag und leider auch in der Nacht notwendig, wobei die lärmintensivsten Tätigkeiten möglichst am Tag stattfinden. In der Nacht wird zusätzlich an jenen Stellen gebaut, die während der Betriebszeiten der U4 nicht zugänglich sind. Dass die U4 während dieser umfangreichen Arbeiten die Station durchfahren kann, hatte bei der Planung oberste Priorität. Dafür wurde als erstes eine Schutzwand zwischen den Gleisen und der Baustelle errichtet.

  • Das U4-Stationsgebäude wird abgetragen.

    Baggerarbeiten Pilgramgasse
  • Bagger entfernen die Grundmauern der Station, die komplett neu errichtet wird.

    Baggerarbeiten Pilgramgasse

„Die Schutzwand an der Bahnsteigkante ist für die Sicherheit der durchfahrenden Züge ganz wichtig.“

DI Martin Jatzko
DI Martin JatzkoOmbudsmann der Station Pilgramgasse

Für die gesamte Bauzeit wurde eine fast 2.000 Quadratmeter große Plattform über dem Wienfluss errichtet. Die Fläche dient zur Lagerung von Material und Baugeräten, um die umliegenden Straßenbereiche und öffentlichen Flächen möglichst frei zu halten. Dadurch kann der Verkehr in der Linken Wienzeile weitgehend ungestört fließen.

  • Auf einer Plattform über dem Wienfluss lagern die Baumaterialien.

    Plattform für Baumaterialien

Ausblick

Mit 25. Februar sind auch die ersten Bohrpfahlarbeiten gestartet, mit denen sozusagen das Fundament für die U2-Station gelegt wird. Die meisten Bohrpfähle aus Stahlbeton reichen über die Tunnelsohle hinaus – bei der Station Pilgramgasse bedeutet das eine Bohrtiefe von über 30 Metern – und stehen dicht an dicht, um gemeinsam die Außenwand der künftigen U2 Station zu bilden. Jene Bohrpfähle, die direkt unter den bisherigen U4-Bahnsteigen liegen, können nur jetzt hergestellt werden – bevor darüber der neue Bahnsteig und die Kollektoren für die Installationsleitungen wieder errichtet werden.

Bis Ende Jänner 2020 wird der Grundstein dafür gelegt, dass unter der bestehenden U4-Station die U2-Bahnsteige gebaut werden können. Die U4 hält dann wieder bei der Pilgramgasse und es wird unter laufendem U-Bahn-Betrieb weiter an der U2-Station gebaut. Ein mobiler Treppenturm und eine Rampe (Bahnsteig in Fahrtrichtung Hütteldorf) sorgen dann dafür, dass die Station auch vom Süden wieder erreichbar ist. Der denkmalgeschützte Otto-Wagner-Aufgang ist dann wieder offen, wobei das geschichtsträchtige Geländer sowie die Pfeiler und die Sockelsteine der Station, die gemeinsam mit einem Restaurator abgetragen und zwischengelagert wurden, erst zur Eröffnung der U2 wieder angebracht werden.

Ombudsstelle
Bauphasen