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Häufige Fragen

Fragen und Antworten zu U2xU5

Wieso braucht Wien noch eine U-Bahn-Linie?

Bereits im Masterplan „Verkehr Wien 2003“ ist das Linienkreuz U2xU5 als eine langfristige Option des U-Bahn-Ausbaus erwähnt worden. In den darauffolgenden Jahren wurden von der Abteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) und den Wiener Linien Untersuchungen, Studien und ExpertInnen-Runden zum weiteren U-Bahn-Ausbau durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass das Linienkreuz U2xU5 eine nachhaltige Lösung für die Herausforderungen der wachsenden Stadt ist und für den gesamten Großraum Wien immensen Nutzen bringt. Nur durch eine neue U-Bahn-Linie können neue Umsteigeknoten geschaffen und bestehende Linien entlastet werden. Im Fachkonzept „Mobilität 2025“ wurde der weitere Ausbau vom Gemeinderat beschlossen.

Warum wird innerstädtisch gebaut?

Durch den radialen Aufbau Wiens orientieren sich die Wege Richtung Zentrum. Ein großer Teil der Fahrgäste konzentriert sich auf die innerstädtischen Verbindungen, wo sich die täglichen Wege treffen und überlagern. Trotz Intervallverdichtungen und baulichen Verbesserungen bei den vielfrequentierten Linien U3, U6, 43 und 13A gelangen diese an ihre Kapazitätsgrenzen. Damit das U-Bahn-Netz künftig weiter nach außen wachsen kann, muss deshalb zuerst das  Herzstück gestärkt werden. Das Linienkreuz wird mit 4 neuen U-Bahn-Knoten und 1 weiteren südlichen S-Bahn-Knoten das gesamte Netz spürbar entlasten und noch leistungsfähiger machen.

Warum fährt die U2 nicht weiterhin zum Karlsplatz und die neue U5 zum Wienerberg?

Vor der Entscheidung für die aktuelle Variante des Linienkreuzes U2xU5 wurden zahlreiche andere Varianten untersucht. Auch eine „U5-Tangente“ vom 17. Bezirk in den 10. Bezirk, unter Beibehaltung der bestehenden U2, wurde in Betracht gezogen. Es zeigte sich aber, dass die U5-Tangente deutlich weniger Verbesserungen bringen würde als das Linienkreuz U2xU5.

Die neue U2-Strecke vom Rathaus zur Neubaugasse wird der stärkste Abschnitt der gesamten Linie sein. Hier werden etwa doppelt so viele Fahrgäste fahren wie derzeit am U2-Ast RathausKarlsplatz. Denn die neue U2 ermöglicht Fahrgästen, die jetzt von der U2 am Volkstheater in die U3 oder am Karlsplatz in die U4 Richtung Westen umsteigen, einen deutlich kürzeren Weg mit komfortablen Umsteigemöglichkeiten.

Welche rechtlichen Prüfungen liegen dem Ausbau zugrunde?

Ende April 2017 hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass für das Linienkreuz U2xU5 das eisenbahnrechtliche Bewilligungsverfahren durch die Abteilung Rechtliche Bau-, Energie-, Eisenbahn- und Luftfahrtangelegenheiten (MA 64) zur Anwendung kommt. Dieses Prüfungsverfahren unterliegt strengen Richtlinien unter Berücksichtigung der Interessen der Anrainerinnen und Anrainer. Dazu werden statische und bautechnische Gutachten eingefordert, wie dies auch in einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) üblich ist.

Ebenso sind Richtlinien für den Immissionsschutz (Lärm, Staub etc.) gewährleistet. Umfassende Untergrund- und Grundwasseruntersuchungen werden durchgeführt.

Ein UVP-Verfahren soll laut eines Feststellungsverfahrens der Abteilung Umweltschutz (MA 22) nicht durchgeführt werden. Der Stadtsenat hat diese Entscheidung bestätigt. Da die gesetzlichen Voraussetzungen für ein UVP-Verfahren klar geregelt und im konkreten Fall nicht gegeben sind, ist ein freiwilliges UVP-Verfahren nicht möglich.

Was passiert in den verschiedenen Baustufen?

Der Bau derU5 und die Verlängerung der U2 werden in 2 Baustufen und mehreren Abschnitten erfolgen. In der 1. Baustufe von 2018 bis 2027 wird die U2 auf einer neu gebauten Strecke vom Rathaus in Richtung 5., 6. und 7. Bezirk bis zum Matzleinsdorfer Platz verlängert. Die neue U5 übernimmt zwischen Rathaus und Karlsplatz die Trasse der jetzigen U2 und wird zunächst vom Rathaus zur neuen Station Frankhplatz ausgebaut.

Die 2. Baustufe ab 2028 sieht für die neue U5 eine Verlängerung in den 17. Bezirk bis Elterleinplatz und für die U2 eine Verlängerung bis zum Wienerberg im 10. Bezirk vor.

Der Bau der U-Bahn führt durch dicht bebautes Gebiet. Wie wird sichergestellt, dass keine Häuser beschädigt werden?

Um besonders sensible Bereiche festzumachen und Planung und Bau entsprechend darauf auszurichten, werden während der Planungsphase Bestandsunterlagen von Gebäuden erhoben. Im Auftrag der Wiener Linien und unter Bauleitung der Abteilung Brückenbau und Grundbau (MA 29) werden zusätzlich zur Erhebung der Bestandsunterlagen sogenannte Fundamentuntersuchungen durchgeführt, um sensible Bereiche während der Bauphase entsprechend berücksichtigen bzw. schützen zu können. Dabei werden von den Gebäuden in unmittelbarer Nähe der geplanten Trasse u.a. die Fundamente und die darunterliegenden Bodenverhältnisse erkundet und es wird die Statik des Gebäudes nach heutigen Standards nachgerechnet. Sollten die Untersuchungen ergeben, dass fundamentverbessernde Maßnahmen erforderlich sind, erfolgen diese auf Kosten der Wiener Linien. Diese Arbeiten führen auch zu einer nachhaltigen Substanzverbesserung der jeweiligen Liegenschaften.

Wird es während der Bauphase zu Einschränkungen bei anderen U-Bahnlinien kommen?

Nach aktuellem Planungsstand wird die U3 während der gesamten Bauzeit auf der ganzen Linie unterwegs sein.

Für die Umgestaltung der bestehenden U2Stationen Rathaus, Volkstheater, Museumsquartier und Karlsplatz  muss der Betrieb der U2 zwischen Schottentor und Karlsplatz ab Sommer 2019 für rund 2 Jahre eingestellt werden.

Um die Einschränkung für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, wurden die Arbeiten bei der Station Pilgramgasse mit der Modernisierung der U4 abgestimmt. Die Station selbst muss ab Februar 2019 für rund 1 Jahr ohne Halt durchfahren werden. Währenddessen wird die U4 im Sommer 2019 zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz modernisiert, was eine rund 2-monatige Sperre dieses Abschnitts erforderlich macht. Abgesehen davon wird die U4 regulär unterwegs sein, wobei die Station Pilgramgasse für abschließende Arbeiten gegen Ende der Bauzeit (2027) erneut einige Monate ohne Halt durchfahren werden muss.

Werden während der Bauzeit umliegende Straßen gesperrt?

Generell ist entlang der geplanten Trasse mit einigen – teils kurzfristigen – Beeinträchtigungen im Individualverkehr und im öffentlichen Verkehr zu rechnen.

Ein grundsätzliches Konzept für die Verkehrsführungen ist derzeit in Arbeit. Dieses stellt eine Optimierung der Bauzeit sicher. Einschränkungen bei der Benutzung bestimmter Fahrstreifen können notwendig sein, dafür werden nach Möglichkeit Zeiten mit geringerem Verkehrsaufkommen – zum Beispiel in den Sommerferien – genutzt.

Welche Auswirkungen werden die Bauarbeiten an der Oberfläche haben?

Eine neue U-Bahn im dicht bebauten Gebiet ist ein hochkomplexes Planungs- und Bauprojekt, das ohne merkbare Eingriffe nicht umsetzbar ist. Betroffen ist vor allem die Bevölkerung in den Bereichen der neuen U-Bahn-Abschnitte, wo der Baugrund „von oben“ aufgeschlossen werden muss. Dies ist in der Regel im Umfeld der neuen Stationen der Fall, da dort Schächte, Lifte und Notausstiege errichtet werden.

Da der Großteil der Trasse ausgehend von diesen Schächten unterirdisch gebaut wird, werden die Auswirkungen an der Oberfläche ansonsten relativ gering gehalten.

Wie sieht das Design der Stationen aus?

Für die neuen U2-Stationen wird das U2-Liniendesign weitergeführt. Sie werden nach den Gestaltungsgrundsätzen der U2-Stationen Schottenring, Taborstraße und Praterstern ausgeführt.

Die U5-Stationen bekommen ein neues Design. Zur Auswahl des U5-Liniendesigns fand ein 2-stufiger, europaweiter Architekturwettbewerb statt. Die Arbeitsgemeinschaft „YF Architekten“ und „Franz&Sue“ aus Wien ging dabei als Sieger hervor.

Wie wird das Umfeld der neuen Stationen gestaltet?

Neubauten von U-Bahn-Stationen bieten die Chance, umliegende Plätze und Straßenzüge neu zu gestalten und damit aufzuwerten. Es können neue Frei- und Grünflächen entstehen, Gehsteige verbreitert und Straßenübergänge verbessert werden.

Wie das Umfeld der Stationen an der Oberfläche künftig aussehen wird, steht heute aber noch nicht fest. Denn auch die Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse können sich in den Jahren der Bauzeit verändern.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird deshalb die Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) unter Berücksichtigung der Bezirkswünsche, etwaiger Beteiligungsverfahren sowie der Verkehrssicherheit und der Stadtgestaltung die neue Oberfläche gestalten.

Welches Service bieten die Ombudsleute der Wiener Linien?

Wie bereits bei anderen U-Bahn-Bauprojekten erprobt und bewährt, wird auch jeder Bauabschnitt des Linienkreuzes U2xU5 von Ombudsleuten betreut. Sie nehmen die Anliegen und Sorgen der Bevölkerung ernst, sind die erste Anlaufstelle für Fragen und helfen dabei, Lösungen zu finden, damit sich alle auf die neue U-Bahn freuen können.

Welche grundlegenden Beschaffenheiten bestimmen die Linienführung?

Die Bodenbeschaffenheit bestimmt in welcher Tiefe ein U-Bahn-Schacht grundsätzlich gegraben wird. Schotterboden bietet weniger Halt und wird daher eher umgangen. Wo genau die U-Bahn an einer Station Richtung Oberfläche geführt wird, bestimmt die maximal mögliche Steigung bei der U-Bahn-Führung von 4 Prozent maßgeblich mit.

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