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Neue Österreichische Tunnelbaumethode

Neue Österreichische Tunnelbaumethode (NÖT)

Erfordern Untergrund, Bauwerksgeometrie oder zeitlicher Ablauf eine größere Flexibilität, kommt die Neue Österreichische Tunnelbaumethode (NÖT) als eine variantenreiche und lang erprobte Baumethode zum Einsatz. Die NÖT ist eine bergmännische Tunnelbaumethode, für die das Grundwasser vor Baubeginn mittels Brunnen abgesenkt bzw. entspannt werden muss. Um herauszufinden, an welchen Orten solche Brunnen erforderlich sind, wurden im Zuge der Probebohrungen Grundwassermessungen und Pumpversuche durchgeführt.

Zunächst wird der Boden entwässert und durch Vereisung, Stahlspieße oder sogenannte Stahldielen gesichert. Dann wird das Gesteinsmaterial herausgebaggert und der Tunnel verfestigt, indem Spritzbeton auf Bögen und Baustahlgitter aufgebracht wird. Für diese Methode sind umfangreiches geologisches Wissen sowie laufende Messungen von Spannungen und Druckverlagerungen im Gestein Voraussetzung.

Gut zu wissen

Bereits beim Bau der U3 und der U6 wurde nach der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode und offener Bauweise gearbeitet. Beim Linienkreuz U2xU5 wird die NÖT bei den Stationstunneln und für die Streckenröhren im 1. und 8. Bezirk angewendet.

Für Anrainerinnen und Anrainer

Großteils werden die erforderlichen Brunnen auf öffentlichen Flächen errichtet, teilweise müssen aber auch Innenhofbereiche genutzt werden. Die Arbeiten dauern dabei je nach örtlichen Gegebenheiten rund 2 Wochen. Danach wird der gebohrte Schacht mit einem Deckel – ähnlich wie einem Kanaldeckel – ebenerdig verschlossen.

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