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Planung

Planung mit Weitblick

Bereits seit dem Jahr 2000 wurde am groben Rahmen für das Linienkreuz U2xU5 gearbeitet. Die Abteilung für Stadtentwicklung und Stadtplanung der Stadt Wien (MA18) hat in enger Zusammenarbeit mit den Wiener Linien zahlreiche Variantenuntersuchungen und Netzanalysen durchgeführt. Der Hauptvorschlag für das Linienkreuz wurde 2013/2014 erarbeitet. Im Rahmen der generellen Planung geht es darum, in Abstimmung mit der Entwicklung der Stadt die Trassenführung der U-Bahn festzulegen.

Wesentliche Faktoren dabei sind unter anderem Verkehrswirksamkeit, die Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen sowie bautechnische und betriebliche Aspekte. Ziel ist es, unter all den betrachteten Varianten das Projekt zu finden, mit dem das Wiener U-Bahn-Netz optimal ergänzt wird und das den größtmöglichen Nutzen für alle Wienerinnen und Wiener mit sich bringt.

 

Linienkreuz oder Tangente?

Diese Frage wurde in der Planungsphase umfassend untersucht. Bei einer „Tangentenlösung“ wäre die neue U5 halbkreisförmig von Westen nach Süden verlaufen. In anderen Worten: Die heutige U2 wäre unverändert geblieben, während die neue U5 Hernals und Favoriten miteinander verbunden hätte.

Bei einer Gegenüberstellung der beiden Varianten ging jedoch das Linienkreuz als klarer Sieger hervor. Durch den Streckentausch und das sich dadurch ergebende Linienkreuz entstehen mehr neue Direktverbindungen, die in Folge eine deutlich spürbarere Entlastung für das Gesamtnetz bedeuten.

Rathaus oder Frankhplatz?

Infolgedessen stellte sich aber auch die Frage, wo die Linien U2 und U5 bestmöglich miteinander verknüpft werden können. Auch dafür kamen 2 Möglichkeiten in Betracht: die Verknüpfung bei der bestehenden Station Rathaus oder eine Verknüpfung bei der geplanten Station Frankhplatz.

Auch wenn eine Kreuzungsstation am Frankhplatz baulich leichter machbar wäre, zeigten die Untersuchungen, dass eine Verknüpfung bei der Station Rathaus für die Fahrgäste komfortabler ist und eine stärkere Entlastung der Station Schottentor mit sich bringt.

Linienkreuz beim Rathaus!

Dass nicht nur verlängert, sondern auch U-Bahnstrecken „getauscht“ werden, ist eine Premiere. Aber genau dadurch wird das bestehende Netz optimal ergänzt . Neue direkte Verbindungen und vor allem neue Umsteigerelationen machen die Wege für sehr viele Menschen kürzer und schaffen gleichzeitig neue Kapazitäten für die Zukunft. Denn durch die vielen neuen U-Bahn-Knoten wirken die neuen Strecken wie ein Katalysator: Nicht nur heute hochfrequentierte Linien werden entlastet, sondern das gesamte Öffi-Netz wird fit für eine 2-Millionen-Stadt.

Ziele der Planung

  • Bequem überall hinkommen

    Nicht nur das Öffi-Netz, sondern das gesamte Verkehrssystem profitiert vom U-Bahn-Bau. Bei der Neugestaltung der Oberflächen rund um die Stationen wird auf gute Wegverbindungen und Umsteigemöglichkeiten geachtet.

    Aber auch innerhalb der U-Bahn-Station sollen sich die Menschen sicher und orientiert fühlen. Darüber hinaus wird auf neue, verbesserte Angebote für Menschen geachtet, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs sind.

    Nicht zuletzt soll die Kombination der unterschiedlichen Verkehrsarten vereinfacht werden – z.B. durch Radabstellanlagen oder Sharing-Angebote wie Leihradstationen.

  • Freiraum – schöner und besser

    Gerade im innerstädtischen Bereich sind attraktive und ausreichende Freiflächen von großer Bedeutung, um den Menschen einen angenehmen Aufenthalt im Freien zu bieten.

    Die Neuerrichtung der Stationsgebäude eröffnet vielfältige Chancen, Grätzl aufzuwerten und den Freiraum neu und attraktiver zu gestalten.

  • Sitzt und Passt!

    Auch die U-Bahn muss ins Stadtbild passen.

    Die Beachtung städtebaulicher Aspekte ist daher in der Planung ein oberstes Prinzip, die Stationsgebäude müssen sich optimal in die bestehende Bebauung einfügen.

  • Reden wir miteinander

    Kommunikation ist das halbe Leben und wesentlich für die erfolgreiche Umsetzung eines Projekts – dies gilt auch für die U-Bahn.

    Neben der permanenten Abstimmung zwischen Fachexpertinnen sowie Fachexperten, Verwaltung und Politik ist vor allem auch die Information der Bürgerinnen und Bürger ein wichtiger Aspekt.

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