Rohbauarbeiten werden teilweise neu ausgeschrieben

Die erzielten Preise für die Arbeiten im schweren Tiefbau sind aufgrund der guten Auftragslage in der Baubranche und der erfreulichen Wirtschaftslage höher ausgefallen als zu erwarten war. Dadurch verändert sich der Zeitplan: Der Neu- und Ausbau von U2 und U5 wird an einzelnen Baustellen voraussichtlich neun bis zwölf Monate später starten als geplant.

Die Preissteigerungen gehen über das durch die Konjunktur erklärbare Maß hinaus. „Die Preise sind für uns nicht plausibel und nicht vertretbar“, so Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien. „Schließlich bauen wir mit Steuergeld. Daher werden wir die Ausschreibungen wiederholen und versuchen, mit anderen Verfahren und Zuschnitten zu besseren Preisen zu kommen.“

Bauarbeiten starten großteils rund 1 Jahr später

Der Neu- und Ausbau von U2 und U5 wird deshalb bei den Stationen Frankhplatz, Rathaus, Neubaugasse und Reinprechtsdorfer Straße voraussichtlich neun bis zwölf Monate später starten.

Das wirkt sich auch auf die voraussichtliche Eröffnung der neuen Strecken aus: Die U5 wird frühestens 2025 bis zum Frankhplatz fahren und die U2 zum Matzleinsdorfer Platz voraussichtlich 2027. „Die Wiener Linien wollen nicht auf Kosten der Steuerzahler stur im Zeitplan bleiben“, so Steinbauer.

Wo bereits gebaut wird, gehen die Arbeiten weiter. Am Matzleinsdorfer Platz entsteht aktuell ein unterirdisches Kollektorbauwerk, um die dort verlaufenden Wasser-Hauptleitungen umlegen zu können, während am Baufeld Triester Straße bereits die Rohbauarbeiten für den Startschacht der Tunnelbohrmaschine gestartet sind.

Auch bei der Station Pilgramgasse, wo U4-Modernisierung und U2-Bau Hand in Hand gehen, wird weiter fleißig gebaut. Dort entsteht aktuell eine rund 2000m2 große Arbeitsplattform über dem Wienfluss.

Neuer Zeitplan bringt auch Vorteile

Der spätere Baubeginn im Bereich Rathaus  bedeutet auch, dass die U2 frühestens ab 2020 für zwei Jahre beim Schottentor enden muss. Die Teilsperren von U2 und U4 finden dadurch nicht zeitgleich statt.

Auch für die Suche nach einer neuen Route für den 13A wurde etwas Zeit gewonnen. Die Wiener Linien sind nach wie vor um eine rasche Lösung im Interesse der Fahrgäste bemüht.

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