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Architektur

Gebaut für die Ewigkeit

Verkehrsbauwerke stellen Architektinnen und Architekten vor planerische Herausforderungen, sind aber gerade auch deshalb besonders reizvoll. Denn neue U-Bahn-Linien werden nicht jeden Tag gebaut und prägen das Bild einer Stadt für Jahrzehnte.

Damit sich die Fahrgäste auf lange Sicht in den U-Bahn-Stationen wohlfühlen, muss ein Spagat zwischen zeitloser Ästhetik und Funktionalität gelingen. Das Gestaltungskonzept muss vielfältigen technischen Anforderungen gerecht werden und dennoch flexibel bleiben.

Gleichzeitig sollen die Stationen einer Linie wie aus einem Guss erscheinen, Orientierung bieten, den Verkehrs- und Fahrgastfluss optimieren, barrierefrei sein und eine gedankenlose Verschmutzung auf ein Minimum reduzieren. Aber nicht nur wie und was, sondern auch womit gebaut wird, spielt eine wichtige Rolle.

Die verbauten Materialien müssen langlebig und robust sein, nicht brennbar, hitzebeständig, aber auch erprobt und bewährt, wenig Aufwand in der Wartung benötigen und einfach zu reinigen sein.

Das multimediale Magazin „Gebaut für die Ewigkeit“ präsentiert das Siegerprojekt und alle eingereichten Architekturentwürfe für die U5. Außerdem reicht Blick zurück zu den Anfängen der Wiener U-Bahn-Architektur.

Der Architekturwettbewerb

Die Vorgaben waren für alle dieselben, die Ergebnisse aber abwechslungsreich und innovativ: Die Gestaltungsideen sollten auf der 40-jährigen Erfahrung und den bestens bewährten Standards der Wiener U-Bahn aufbauen. Dabei sollten sie einerseits den Zeitgeist treffen, andererseits auch in den kommenden Jahrzehnten nicht an Attraktivität verlieren.

Um faire Rahmenbedingungen sicherstellen zu können, wurde der Wettbewerb von einem externen Dienstleister abgewickelt und in Kooperation mit der Kammer der ArchitektInnen und IngenieurkonsulentInnen durchgeführt.

Die Jury beurteilte die Gestaltungskonzepte alleine anhand der eingebrachten Unterlagen unter Berücksichtigung der folgenden Kriterien:

  • Baukünstlerische Gestaltung
  • Funktionalität und Materialität
  • Außenwirkung und Identität von Außengebäuden
  • Wirtschaftlichkeit in Bau, Betrieb und Erhaltung

Die Gewinner

Die neue U5

Eine Arbeitsgemeinschaft aus den jungen Wiener Architekturbüros YF Architekten und Franz&Sue Architekten setzte sich bei dem EU-weiten Wettbewerb gegenüber 32 anderen Einreichungen durch.

Ihr Liniendesign für die U5 ist eine zeitgemäße Interpretation und Weiterentwicklung der bekannten und bewährten Grundgestaltung der Wiener U-Bahn aus den 1970er-Jahren. Das Gestaltungskonzept ist minimalistisch und dabei gleichzeitig elegant. Durch die Verwendung weniger Materialien wird der Blick auf das Wesentliche gerichtet.

Das Grundthema des Entwurfes ist „Beschleunigen und Bremsen“. Neben der Linienfarbe ist es eine wesentliche Komponente des Liniendesigns, die sich auch im Rhythmus der Rahmen der Stationsgebäude und den farbigen Wand- und Deckenstreifen („U-Bahn-Bügel“) der Stationen widerspiegelt.

Die neuen U2-Stationen

Den 2. Architekturwettbewerb der Wiener U-Bahn-Geschichte nach Bau des Grundnetzes, gewannen 2 Architekten mit unterschiedlichen Gestaltungsvorschlägen. Gemeinsam prägten sie die violette Linie.

Für die Hochstationen zeichnet Paul Katzenberger verantwortlich, die Tiefstationen wurden von Gerhard Moßburger entworfen. Auch die neuen Stationen werden sich in dieses Konzept einfügen.

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