• Bahnsteige an beiden Gleisen wurden auf 3,5 Meter Breite verschmälert.

Ausbau hinter den Bahnsteig-Kulissen

Die Vorarbeiten für den Bau der U2-Station Neubaugasse schreiten auch 2019 voran. Obwohl die Hauptarbeiten für die neue Knotenstation voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2020 starten, finden dieses Jahr bereits wichtige Vorleistungen statt.

Manchmal geht es auch unauffällig

Großteils im Verborgenen wird derzeit in der U3-Station Neubaugasse an der zukünftigen U2-Station gearbeitet. Wo heute noch hinter den Bahnsteigwänden Versorgungsleitungen und im Zwischengeschoß Betriebsräume der U3 sind, wird in Zukunft ein Zugang zur U2 sein.

  • Hinter den Bahnsteigwänden werden die Kabel- und Versorgungsleitungen adaptiert

Wie machen sich diese Arbeiten für AnrainerInnen und Fahrgäste bemerkbar?

Auf der Straßenoberfläche am Barnabitenplatz sieht man bereits zwei ca. fünf Meter tiefe Öffnungen, die ins Stationsinnere führen. Hier wird Material für die Bauarbeiten hinabgelassen. Zusätzliche Betriebsräume entstehen, sowie Kabel und Lüftungen werden hier neu verlegt.

In der Station selbst wird hinter den weißen Bahnsteigwänden und auch im ersten Zwischengeschoß gearbeitet. Für die Bauarbeiten wurden bereits die Bahnsteige an beiden Gleisen auf 3,5 Meter Breite verschmälert. Damit es weiterhin für alle Fährgäste genug Platz gibt, sind Sitzbänke und Mistkübel versetzt oder entfernt worden.

Da die Arbeiten in den Bahnsteiggeschoßen nachts durchgeführt werden, entstehen für Fahrgäste keine Beeinträchtigungen. Sonst ist in der Station für die Fahrgäste wenig von der Erweiterung zum Umsteigeknoten U2xU3 spürbar.

Die U-Bahn steht auf der Leitung

Eine neue U-Bahnstation braucht viel Platz in der Erde. Strom, Gas, Wasser und Datenleitungen müssen entsprechend ausweichen. Deshalb finden dieses Jahr in der Kirchengasse und in der Lindengasse – zwischen Zollergasse und Stiftgasse – unterirdische Leitungen ein neues Zuhause. Seit Mitte Februar werden in langen „Gruben“ – sogenannten Künetten – Fernwärme-, Strom-, Wasser-, Gas- und Telekommunikations-Versorgungs-Leitungen umgelegt.
Damit die Schanigärten in der Kirchengasse möglichst zu Beginn der Saison eröffnen können, werden aktuell diese Arbeiten dort vorgezogen.

Temporär benötigen die Baufirmen Abstellflächen im Straßenbereich. PKW-Abstellflächen, die für die Lagerung von Baumaterial und -geräten benötigt werden, werden nach den Arbeiten wiederhergestellt. Zeitgleich wird die Straßenoberfläche in der Kirchengasse, Lindengasse und Stiftgasse erneuert, damit zukünftig Zu-, und Abtransporte zur Baustelle reibungslos verlaufen.

  • Im Zwischengeschoß der U3 werden die Betriebsräume adaptiert.

  • Fundamente werden über Hauskeller mit Beton zusätzlich verstärkt.

  • Fernwärmeleitungen müssen der neuen U2-Strecke Platz machen und werden umgelegt.

Auf Nummer sicher

Die Wiener Linien lassen jedes Hausfundament, das über einem U-Bahntunnel, oder neben einem Schacht ist, durch unabhängige Gutachter genau prüfen. Sollten Fundamente nicht den sehr hohen Standards des U-Bahnbaus entsprechen, wird das Gebäude zusätzlich mit Beton verstärkt.

In Absprache mit EigentümerInnen und Hausverwaltungen werden dieses Jahr laufend einige Hausfundamente im 6. und 7. Bezirk auf den neusten Stand gebracht. Die Arbeiten dafür erfolgen direkt über die Hauszugänge und Keller der jeweiligen Gebäude. Die notwendigen Baustellenflächen haben die Größe einer üblichen Hausbaustelle und dauern im Schnitt wenige Monate.

Überblick 2019

Folgende Baumaßnahmen mit U-Bahnbezug werden im 7. Bezirk voraussichtlich durchgeführt:

  • Hausertüchtigungen in der Lindengasse – von Mitte Februar bis Ende Mai 2019
  • Einbautenumlegungen im Bereich der Lindengasse – von Anfang Juni bis ca. Ende September 2019
  • Zusätzlich wurden Arbeiten der A1-Telekom im Bereich der Lindengasse vorgezogen (bis Ende April 2019)
  • Hausertüchtigungen in der Kirchengasse – von Mitte Februar bis Anfang April 2019
  • Einbautenumlegungen Kirchengasse – von Mitte Februar bis Ende Mai 2019

Nicht unsere Baustelle

Wien ist eine schnell wachsende Stadt und nicht jede Baustelle im 7. Bezirk ist ein U-Bahn-Baustelle.

Die Sperre des Aufgangs Amerlinggasse hängt nicht mit dem Ausbau der U2 zusammen, sondern mit dem Umbau des Hotel Kummer.

Rolltreppe und Stiegen stehen nach Ende der Renovierung wie gewohnt den Fahrgästen zur Verfügung. Zeitgleich mit den Umbauarbeiten in der U3-Station Neubaugasse werden auch die Rolltreppen saniert.